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Die Wellenreiter auf Weltreise Drucken E-Mail

Hess./Nieders. Allgemeine

10. September 2009

Die Wellenreiter auf Weltreise

von Peter Dilling

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Foto: Peter Dilling

Funkamateure zeigten beim Tag der offenen Tür Besuchern aus ganz Deutschland den Reiz ihres Hobbys

Baunatal. Der Tag ist noch jung. Doch Bernhard Büttner aus München, Jan Volmerhausen aus Brilon und Jonathan Ullrich aus Würzburg haben schon eine halbe Weltreise hinter sich: China, Sibirien, Saudi-Arabien. Dabei sitzen die Funkamateure seit Stunden vor ihren Funkgeräten und rühren sich nicht vom Fleck: Auf Funkwellen um die Welt, und das möglichst schneller als alle anderen. Dieser Wettbewerb, an dem Funker aus ganz Europa und Übersee teilnahmen, gehörte beim Tag der offenen Tür der Zentrale des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) am Samstag in Baunatal zu den Attraktionen. Das Amateurfunkzentrum an der Lindenallee wird 35 Jahre alt.

Aus ganz Deutschland reisten Amateurfunker in mehreren Bussen und in Privatwagen an, um sich über die neueste Technik ihres Hobbys zu informieren. Mehr als 1000 Besucher dürften es gewesen sein.

Neu ist etwa die digitale Verstärkerstation auf dem Feldberg für den Ultrakurzwellenfunk (UKW). Dieser so genannte digitale Sprachumsetzer eröffnet für UKW-Funker neue Möglichkeiten: Größere Reichweite und eine bessere Sprechverbindung. Erstmals organisierte der DARC ferner einen Flohmarkt für die Tüftler unter den Amateurfunkern.

Die werden allerdings immer weniger, seitdem es eine abgespeckte Prüfung als Einstieg für das Funken gibt. Die sollte den Einstieg in das Hobby erleichtern. Das führt nach den Worten von DARC-Geschäftsführerin Helga Gautsche aber dazu, dass sich viele Funker ohne die Bindung an einen Verein ans Funkgerät setzen.

Der DARC hatte schon mal 60 000 Mitglieder. Heute seien es noch 47 000.

Der Tag bot dem DARC-Gelegenheit, Werbung für das Hobby zu machen. Mit Führungen, Probefunken, einem Familienspiel und Vorträgen. Und Harald Dölle aus Kassel, seit 53 Jahren im Verein, zog mit seiner Ausstellung über 80 Jahre Amateurfunk viele Besucher an. Heute könne man als Amateurfunker sogar mit den Astronauten Kontakt aufnehmen, schwärmt Dölle.


mit freundlicher Genehmigung der "Hessische/Nieders. Allgemeine"

 

 

 

 
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