|
Funker wollten hoch hinaus |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Rheinische Post
25. Juli 2007
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Duisburg Funker wollten hoch hinaus
(RP) Besonders hoch hinaus mit Heliumballon und Drachen wollten die Rheinhauser Funkamateure auf dem Essenberger Rheindeich. Experimente mit den „Flugobjekten“ standen im Mittelpunkt des diesjährigen Fieldday. Mit ihrer Hilfe soll, so der Sprecher der Funkamateure Kurt Willutzki, ein Antennendraht sechzig Meter in den Himmel befördert werden, um noch besser in Kontakt mit anderen Funkstationen weltweit treten zu können. „Für alle Fälle haben wir die Luftfahrtbehörde informiert. Von dieser Seite ist uns die Undenklichkeit bescheinigt worden und auch die Genehmigung der Stadt liegt vor“, erklärte Willutzki zu den Experimenten, mit denen die heimischen Amateurfunker persönliches Neuland beschreiten wollen.
Vor allem sollte ausgetestet werden, wie sich die Technik bei Wind und Wetter verhält. Ebenso standen auf der Test- und Experimentenliste Versuche mit einer „Cubical Quad Antenne“, die besonders gute Richtfunkeigenschaften verspricht, und einer Ultrahochfrequenzanlage. Ausgerichtet wird der jährliche Fieldday als 24-Stundennotfallübung. Dabei wollen die Amateurfunker nachweisen, dass sie mit ihren Geräten und ihren Fähigkeiten in der Lage sind, im Katastrophenfall sichere Funkverbindungen und damit laufenden Nachrichtenfluss zwischen den Rettungsorganisationen zu garantieren. Gegen 16 Uhr konnte der Generator gestartet, der Funkbetrieb aufgenommen und bis zum nächsten Nachmittag aufrechterhalten werden.
Gemütlichkeit und das leibliche Wohl kamen bei der Übung nicht zu kurz. Am Abend wurde gegrillt und in Maßen gefeiert, ohne den Funkverkehr aus dem Auge zu verlieren. Neben dem Zelt mit dem technischen Equipment war ein weiteres aufgeschlagen, in dem die Funker ihre Schlafsäcke ausrollen konnten. Als besonderes Bonbon präsentierte Hans-Peter Dohmen mit seinem Laptop ein Programm, mit dessen Hilfe sich bei klarem Nachthimmel bis zu zehn Satelliten pro Stunde lokalisieren lassen. „Beeindruckend ist vor allem die Raumstation ISS, die sich so hell wie die Planeten Jupiter oder Venus am Himmel präsentiert“, versprach er – vorausgesetzt, es gibt keine Wolken.
Autor: Hans-Ulrich Kress mit freundlicher Genehmigung der Rheinischen Post
|