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Mit dem König auf einer Wellenlänge Drucken E-Mail

Kölner Stadt-Anzeiger

13. Juli 2007

Mit dem Koenig auf einer Wellenlaenge

 

Wesseling - Funker plaudern mit Gleichgesinnten rund um den Globus. Wer mit Hinz und Kunz über Gott und die Welt reden will, muss zunächst eine Prüfung ablegen.

Wer mit Hinz und Kunz über Gott und die Welt reden will, muss zunächst eine Prüfung ablegen.

Wesseling - Um den Kontakt zur weiten Welt herzustellen, muss Günter Barkhof erst mal die Treppe hinaufsteigen. Aus dem kleinen Zimmer im ersten Stock seines Wesselinger Hauses dringen merkwürdige Geräusche: Während in einer Voliere eine Bande Finken ein munteres Konzert pfeift, piept und rauscht auf einem Regal ein kleiner Kasten. Es ist die Amateur-Funk-Station von Günter Barkhof.

Einst war eine solche Anlage die einzige Möglichkeit, sich schnell und günstig mit Menschen rund um den Globus auszutauschen. Heute gibt es das weltweite Netz. Doch Barkhof will davon nichts wissen: „Das Internet interessiert mich nicht“, sagt der Rentner mit dem Goldkettchen um den Hals und der 15 Meter hohen Antenne auf dem Dach. „Gleichgesinnte“ finde er nur unter Funkern, sagt er. Zu den „Gleichgesinnten“ gehört auch Barkhofs Frau Gerda, die ebenso gern wie er zum Mikrofon greift: „Die Funker sind ein Volk für sich“, sagt sie. Eine eingeschworene Gemeinde eben.

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