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Funker morsen sich mit 100 Watt nach Sibirien |
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Münchner Merkur
15. Mai 2007
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Vaterstetten – An die 80 Funkamateure haben sich unter dem Dach des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC) im Ortsverband Vaterstetten zusammengeschlossen.
Zweimal im Jahr wird „auf der grünen Wiese“ anlässlich des so genannten Fieldday-Wettbewerbs gefunkt. Da geht es um simulierten Not–funkverkehr. Im Juni-Fieldday wird gemorst, im September darf dann das Mikrofon für den Sprechfunkverkehr benutzt werden. Die Vater-stettener sind seit vielen Jahren anläßlich dieses Großereignisses im internationalen Amateurfunkgeschehen zu Gast bei den Anzinger Pfadfindern.
Die Regeln sind streng. Man muss mindestens 100 Meter von der nächsten Steckdose entfernt sein, darf den benötigten Strom nur aus einem Notstromaggregat oder Solar-Paneelen gewinnen und die Antennen frühestens am Vorabend des Wettbewerbs aufbauen. Die Vater-stettener nehmen in der „eingeschränkten Klasse“ teil, in der nur mit maximal 100 Watt Leistung gesendet werden darf. Das ist nicht viel mehr als der Verbrauch einer normalen Haushaltsglühbirne. Die Antenne darf nur zwischen zwei überhöhten Punkten, aber nicht an Gebäuden befestigt werden. Gefunkt werden darf nur mit „einfachen“ Funkgeräten. Ziel des Wettbewerbs ist es, innerhalb von 24 Stunden mit möglichst vielen anderen Amateurfunkstationen aus möglichst vielen Ländern auf möglichst vielen verschiedenen Kurzwellenbändern Kontakt aufzunehmen. Besonders wertvoll sind Kontakte mit anderen Fieldday- Stationen.
Franta Bendl aus Baldham-Dorf schaffte gleich in den ersten zwei Stunden fast 100 Verbindungen mit 37 verschiedenen Ländern, darunter einigen Fieldday-Stationen aus Sibirien, die jeweils Höchstpunktzahl brachten. Nach 24 Stunden standen 875 Verbindungen mit 146 Ländern – darunter solche Raritäten wie die Chagos-Inseln im indischen Ozean. Das addierte sich zu mehr als 400 000 Punkten und damit zu einem ausgezeichneten Ergebnis. Den genauen Platz wird man erst in einigen Monaten erfahren, wenn alle Logs aus aller Welt beim Auswerter eingegangen sind. Die Vaterstettener sind aber optimistisch, es unter die ersten zehn zu schaffen. ez
mit freundlicher Genehmigung der merkur-online
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