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Münchner Merkur
12. Juni 2007
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Wettbewerb der Amateurfunker Mit einem neuen Rekord hat der Ortsverband Erding des Deutschen Amateur
Radio Club (DARC) den diesjährigen CW-Fieldday in Hinterberg abgeschlossen.
Hinterberg – Schon 24 Stunden vor Beginn des eigentlich Wettbewerbs wurde es bei den Amateurfunkern beim internationalen Funkwettbewerb in der Betriebsart Morsen spannend: Haushohe Antennen wurden aufgestellt, Geräte angeschlossen und die Verbindungen aufgebaut. Innerhalb der vorgeschriebenen Zeit konnten 1006 Funker in aller Welt erreicht werden. Das waren über 150 Verbindungen mehr als im Rekordjahr 2006. Zu Länder in der Karibik konnte ebenso Kontakt aufgenommen werden wie Dubai, Indien oder Kasachstan.
Müde nach der „durchgemorsten“ Nacht, aber glücklich und zufrieden über den großen Erfolg beendeten die Funker den Fieldday – ursprünglich eine internationale Notfallübung – am Sonntagnachmittag.
Die Geschichte des Amateurfunkes entwickelte sich in den letzen 200 Jahren: Viele Versuche wurden unternommen, eine internationale Sprachen zu erfinden, dazu gehören Kosmos, Neo Latine oder Esperanto. Die Vorteile dieser internationalen Sprachen liegen in einer einfachen Grammatik sowie einem Wortschatz auf gemeinsamer Grundlage. Die Welt sollte zusammenrücken. Genau das passiert in der Amateurfunktelegrafie.
Die Morsezeichen stellen den Signalvorrat dar, die Abkürzungen den notwendigen Wortschatz: Für mehr als eine Millionen Funkamateure bedeutet dies eine gemeinsame Sprache. Die Morsezeichen sind viel leichter zu hören und zu verstehen als das gesprochene Wort, so dass man mit wesentlich geringerer Sendeleistung größere Entfernungen überbrücken kann. Trotzdem betreiben die meisten Funkamateure jedoch vorwiegend Sprechfunk in den verschiedensten Frequenzbereichen.
Funken ist mehr als ein Hobby: Von jeher haben Funkamateure weltweit ihre Gerätschaften und ihr Wissen bei Hilfsaktionen zur Verfügung gestellt. Ob Notrufe, bei Naturkatastrophen, in Entwicklungsländern, bei Kriegen, medizinischen Notfällen oder Unfällen auf See. Egal bei welcher Krisenlage, Funkamateure sind bei einem Ausfall der kommerziellen Telekommunikationsnetze oft die ersten, die wieder Kontakt zur Außenwelt herstellen können.
Um eine interkontinentale Funkverbindung auf Kurzwelle aufzubauen, reichen neben den nötigen Kenntnissen über die Ausbreitungsbedingungen einige Meter Draht als Antenne – notfalls zwischen Trümmern oder Bäumen gespannt – eine Autobatterie oder ein Solarpanel und ein Funkgerät mit geringer Sendeleistung sowie eine Morsetaste oder ein Mikrofon aus. Trotz geringer technischer Mittel: Bei über zwei Millionen Funkamateuren weltweit, die dank der Zeitunterschiede rund um die Uhr aktiv sind, erreicht man so immer jemanden.
Weitere Informationen
www.ov-erding.de
(Quelle: mit freundlicher Genehmigung der merkur-online)
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