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Kontakt mit dem Weltall Drucken E-Mail

Allgäuer Zeitung / all-in.de

25. Oktober 2008

Kontakt mit dem Weltall


Raumfahrt Hobbyfunker empfängt Bilder der Station ISS - Spezielle Antenne nötig

Rieden | sim | Viele Wolken hängen derzeit am Himmel und versperren nachts den Blick auf die Sterne, die freie Sicht ins Weltall. Funksignale stört das schlechte Wetter jedoch nicht und so konnte der Amateurfunker Wilfried Hantschel aus Rieden in den vergangenen Tagen sogar Bilder von der Raumstation ISS empfangen. Möglich wurde dies unter anderem durch den Weltraumtouristen Richard Garriot, der sich seit 14. Oktober an Bord der ISS befindet. Der Amerikaner ist selbst Amateurfunker und sendete Bilder aus dem All auf die Erde.

Dort saß Wilfried Hantschel gespannt vor seinen Geräten, um etwas zu empfangen. «Ich habe dafür eine spezielle Richtantenne, die die ISS in ihrer Flugbahn sozusagen verfolgt und dann die Aussendungen erfasst», erklärt Hantschel. Allerdings fliege die Raumstation so schnell, dass ihm nur einmal am Tag circa zehn Minuten blieben, um ein Bild einzufangen. Zudem ändere die ISS mehrmals ihre Laufbahn, sodass ihr Kurs nicht immer über Deutschland führe, weiß der Hobbyfunker. Seit 20 Jahren funkt der Rentner nun schon leidenschaftlich als Mitglied des Deutschen Radio-Amateur-Clubs rund um die Welt und landete auch schon in Australien.

«Es ist sehr spannend, wenn man die Geräte anstellt, weil man nie genau weiß, welche Verbindung zustande kommt.»

Die Bilder aus dem All sind für den 68-Jährigen schon eine Besonderheit, allerdings bedauert er ein wenig, dass kein Funkkontakt hergestellt werden konnte. Auch herrscht seit drei Tagen im wahrsten Sinne des Wortes Funkstille zwischen Himmel und Erde. «Ich kann nur Vermutungen anstellen, aber wahrscheinlich bereitet sichGarriot mittlerweile auf seinen Rückflug vor und hat keine Zeit mehr zu funken», so Hantschel. Er dagegen werde auch weiterhin seine freie Zeit an seinen zum Teil selbst gebastelten Geräten verbringen, Signale in die Welt senden und auf Antworten hoffen.

mit freundlicher Genehmigung der "Allgäuer Zeitung / all-in.de"

 

 
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